Sparrunde: BBC World Service stellt Mittelwelle 648 kHz ein - Schleichender Rückzug von Kurzwelle
Nicht nur die Deutsche Welle muss sparen, auch beim BBC World Service kommt es zu heftigen Einschnitten in Folge der reduzierten finanziellen Unterstützung durch die britische Regierung. 650 Jobs werden innerhalb der nächsten drei Jahre gestrichen. Im März 2011 wird der Sendebetrieb auf der Mittelwellenfrequenz 648 kHz aus Orford Ness (Suffolk), die Westeuropa versorgt, eingestellt. In Großbritannien bleibt der World Service allerdings über DAB und DVB-T weiter für inländische Hörer zu empfangen. Die Kurzwellenpräsenz wird hingegen kontinuierlich abgebaut werden: Kurzwellensendungen nach Russland werden gestoppt, im März 2014 soll dann mit allen nicht-englischen Kurzwellenausstrahlungen Schluss sein.
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Englische Sendungen für Afrika und Asien via Kurzwelle werden nach den vorgestellten Plänen ab 2014 auf zwei Stunden am Tag reduziert. Ausnahmen bilden die Krisenregionen Somalia und Birma. Gespart werden soll auch am englischsprachigen Programm: Weniger Dokumentationen, kürzere Sendestrecken, Reduzierung im Korrespondentennetz und Fokussierung auf Nachrichten und interaktive Formate.
Fünf Sprachdienste (Radio, TV, Online) stehen vor ihrer kompletten Einstellung: Serbisch, Mazedonisch und Albanisch, der portugiesische Dienst für Afrika und das englischsprachige Karibikprogramm. Die Radioprogramme in Azeri, Mandarin Chinesisch, Vietnamesisch, Russisch, Türkisch, Ukrainisch und das spanischsprachige Radioprogramm für Kuba werden nicht weitergeführt.
Veröffentlicht von
Tom Sprenger am 26.01.2011
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