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Deutsche Welle: Änderungen ab Juli


Die angekündigten Änderungen bei der Deutschen Welle werden ab 1. Juli 2011 Realität.

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Moderne Module
Im Radiobereich sollen künftig "moderne Module" produziert werden, die von UKW-Partnerstationen wie auch zum on-demand Abruf via Internet und mobil genutzt werden können.

Ende der UKW-Ausstrahlung in Bukarest, Sofia, Tirana und Pristina
Ab dem 1. Juli 2011 beendet die Deutsche Welle ihre UKW-Verbreitung in den Sendesprachen Bulgarisch, Griechisch, Kroatisch, Mazedonisch, Polnisch und Rumänisch. Eigene bzw. angemietete Frequenzen in Bukarest, Sofia, Pristina (Kosovo) und Tirana (Albanien) werden einschließlich der Sendelizenzen zurückgegeben.

Sendungen in Albanisch, Bosnisch und Serbisch werden in reduzierter Form über Partnerschaften mit lokalen UKW-Sendern - insbesondere im Kosovo - verfügbar bleiben. In der Ukraine laufen Verhandlungen mit einem potentiellen Partner, der ein im Umfang reduziertes DW-Programm ausstrahlen möchte. In Gänze sein Ende findet der Radiodienst in Hindi.

Aus für Kurzwelle - Ausnahmen in Afrika und Asien
Wie bereits gemeldet stellt die Deutsche Welle zum 1. November 2011 große Teile ihrer Kurzwellenübertragungen ein. Ausnahmen bleiben - ebvenfalls reduzierte - Sendungen für Afrika und Asien. Von November an strahlt die DW dann noch in folgenden Sprachen Radioinhalte via Kurzwelle aus: Amharisch, Chinesisch, Dari, Englisch und Französisch für Afrika, Haussa, Kisuaheli, Paschtu, Portugiesisch für Afrika und Urdu. Das Chinesische Programm soll stärker auf das Internet setzen. Die Anzahl des täglichen Kurzwellenprogramms sinkt von 260 auf 55 Stunden. Die Relaisstationen im portugiesischen Sines und auf Sri Lanka (Trincomalee) werden geschlossen, allein die Relaisstation in Kigali bleibt in Betrieb.

Afrika und Asien: Ausbau der UKW-Ausstrahlung über Partnerstationen angestrebt

In Afrika baut die DW bis Ende 2011 ihr UKW-Partnernetz weiter aus - vorerst parallel zur bestehenden Kurzwellenausstrahlung. In diesem Sinne wird die Radioproduktion für Haussa, Kisuaheli, Französisch und Portugiesisch für Afrika schrittweise weiter auf eine UKW-Ausstrahlung hin optimiert. Außerdem wird die DW spätestens mit Beginn der Winterzeit 2011 ein tägliches Hörfunk-Regionalmagazin für Afrika auf Englisch produzieren und über Partnerstationen verbreiten.
Für Nahost und Nordafrika werden radiophone Angebote auf Arabisch erstellt und online, mobil sowie über Partnersender verbreitet. In den Sendesprachen Bengali, Urdu, Dari/Paschtu und Indonesisch für Südasien, Indien, Pakistan und Afghanistan setzt die DW weiterhin auf UKW-Partnerschaften. Eine Entscheidung über die Weiterführung dieser Partnerschaften erfolgt in Abhängigkeit von der Budgetsituation und den Evaluationsergebnissen.

Definition von Regionen mit Priorität
Kernregionen der Deutschen Welle sind künftig Subsahara-Afrika, Nahost, Iran und Nordafrika, China, Südasien und Afghanistan, Russland und Lateinamerika. Dabei wird die DW ihre Präsenz insbesondere in Lateinamerika und Russland stärken. Aufgrund der begrenzten Mittel ist eine Ausweitung von Angeboten nur möglich, wenn Aktivitäten an anderer Stelle reduziert werden. 

Ausbau der Internet- und Mobilangebote
Für viele Weltregionen ist ein deutlicher Ausbau der Internet- und Mobilangebote notwendig, um die Zielgruppen der DW (Informationssuchende/Info-Seeker) besser erreichen zu können: Menschen im Ausland, die sich für vielfältige Sichtweisen interessieren und in hohem Maße Informationsmedien nutzen. Dazu gehören insbesondere jene, die Einfluss auf die öffentliche Meinung eines Landes haben oder zukünftig haben werden, sowie Menschen, die sich in autoritären Staaten aktiv für Demokratie, Freiheitsrechte und Fortschritt einsetzen und so die Zivilgesellschaft stärken.

Strategie für DW-TV
Das DW-TV soll gestärkt werden, der Anteil regionalisierter TV-Sendungen erhöht werden. Pro Region wird die Ausstrahlung zweier paralleler Programme, eines deutschsprachigen und eines fremdsprachigen Programms (Englisch, Spanisch, Arabisch) angestrebt. Auch im TV-Bereich sollen - besonders in Mittel- und Südamerika - Kooperationen intensiviert werden. Hierzu setzt die DW auf eine engere Zusammenarbeit mit den deutschen öffentlich-rechtlichen Inlandssendern von ARD und ZDF sowie auf die Präsenz mit regionalspezifischen TV-Formaten bei ausgewählten Partnersendern.

Veröffentlicht von Tom Sprenger am 23.05.2011
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